»Ich bin Du« ist nicht nur der Titel meiner letzten Einzelausstellung gewesen, sondern beschreibt ganz generell meinen Antrieb - meine Rastlosigkeit. Ich suche mich in Dir, ich ahme nach und stoße es wieder ab. Bei der Auseinandersetzung mit dem Du, dem Beobachten meines Gegenübers, erkenne ich mich selbst. »Ich sehe mich durch Deine Augen«

Zahlreiche Selbstportraits, mit denen ich während der Pubertät begann, zeugen von meiner Sehnsucht nach dem Ich. Ein Selbstportrait ist für mich auch immer ein verzweifelter Akt seinem Selbst zu begegnen und zu verstehen »Ich bin da«!

Der Abstand, der zum einen durch die Kamera entsteht und zum anderen durch das Foto auf dem Papier, ermöglicht es mir - mich selbst - von Außen zu betrachten. Mich erinnern, erkennen, erfassen.

 

Ich fotografiere analog wie digital und nicht nur mich Selbst.

Immer wieder stehen mir Menschen Model, zu denen ich meistens eine enge bis intime Beziehung führe. In manchen Bildern geht es mir um das Gefühl - die Aura - die mein Gegenüber umgiebt. Und in anderen Fotografien erzeuge ich mit Hilfe von Accesoires, Erzählungen - komplexe Bildstrukturen - die zu der Person, die ich ablichten möchte, passen.